Wiederinstandstellung und Aufwertung der Alp Arami

Das Projekt

Das Projekt "Landschaft Alp Arami" wurde von einem Forst-Ingenieurbüro ausgearbeitet. Das Gebiet auf rund 1'446 m.ü.M. ist land- und forstwirtschaftlich interessant und hat eine grosse geologische Attraktivität, den Granat-Peridotit, ein Gestein aus dem Erdinneren, der sonst nirgends an die Oberfläche kommt.

 

In erster Priorität soll ein Stall wiederaufgebaut und wieder mit einem Steindach gedeckt werden. Im Gebiet soll er dem gesömmerten Vieh als Unterstand dienen.

 

In zweiter Priorität sollen die Weiden wieder nutzbar gemacht werden sowie das Alpgebäude als Unterkunft für Gruppen erneuert werden. Dazu sollen noch Informationselemente über Fauna, Flora, Geologie, Weide-Waldwirtschaft sowie zur Geschichte angebracht werden.

 

In dritter Priorität wird eine kleine Hütte saniert, die Geschichte des Gebietes dokumentiert, die Feuchtgebiete renaturiert sowie die Fauna und Flora vertieft untersucht.

 

Das Projekt ist breit abgestützt, und es beteiligen sich neben der Stiftung auch die Gemeinde, das Patriziato, die Nachbargemeinden, der Fonds Landschaftsschutz Schweiz, der Fondo Aiuto Patriziale, das Forst- und Landwirtschaftsamt und das Amt für Tourismus.

 

Die Fondazione Alpe Arami Gorduno bekommt die Gebäude mit einem 30-jährigen Baurecht zur Verfügung. Das Patriziato hat schon zugestimmt. Der Vertrag wird noch aufgesetzt.

 

Ein Bauer des Dorfes ist daran interessiert, seine Mutterkühe und künftig auch eine Ziegengruppe auf der Alp zu sömmern. Damit sind die Nutzung und Erhaltung der Weiden gesichert.

 

Die Nutzung des Alpgebäudes für Wander- oder Schulgruppen soll so organisiert werden wie eine Bergunterkunft. Die Kontrolle ist aber einfacher, weil die Alp per Fahrzeug erreicht werden kann.

 

Am 5. März 2014 wurde die Ausführung der Arbeiten beschlossen.

 

Die Baubewilligung wurde am 3. März 2015 erteilt. Mit den Arbeiten am Stall wird im Mai 2015 begonnen und diese werden bis im Herbst 2016 andauern. Anschliessend wird die Sanierung der Hütte in Angriff genommen.

 

Kosten und Finanzierung

Gemäss Voranschlag sehen die Kosten wie folgt aus:
Wiederaufbau Stall mit Steindach Fr. 830'000.--
Instandstellung Weideflächen Fr. 88'000.--
Erneuerung Alpgebäude als Gruppenunterkunft Fr. 200'000.--
Informationselemente erstellen Fr. 55'000.--
Sanierung Hütte Fr. 18'000.--
Untersuchung Flora und Fauna Fr. 13'000.--
Dokumentation Flora und Fauna Fr. 73'000.--
Renaturierung Feuchtgebiete Fr. 62'000.--
Total Kosten Fr. 1'339'000.--
Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen:
Gesamtkosten Fr. 1'339'000.--
./. Subvention Landwirtschaftsamt, Forstwirtschaftsamt und Amt für Fr. 340'000.--
Tourismus, Fondo aiuto patriziale
./. Beitrag Patriziato di Gorduno Fr. 25'000.--
./. Beitrag Gemeinde Gorduno Fr. 25'000.--
./. Beitrag Nachbargemeinde Bellinzona Fr. 25'000.--
./. Beitrag Gemeinde Gnasco Fr. 1'000.--
./. Beitrag FLS Fr. 59'000.--
./. Beitrag ERSBV Fr. 50'000.--
./. Beitrag Patriziato di Carasso Fr. 10'000.--
./. Beitrag Patriziato di Avegno Fr. 2'000.--
./. Beitrag Fondazione Winterhalter Fr. 10'000.--
./. Beitrag Ernst Göhner-Stiftung Fr. 50'000.--
./. Beitrag Vontobel-Stiftung Fr. 50'000.--
./. Beitrag Ulrico Hoepli Stiftung Fr. 10'000.--
./. Beitrag Tessiner Kantonalbank Fr. 10'000.--
./. Beitrag Corner Bank Lugano Fr. 5'000.--
./. diverse direkte Spenden Fr. 8'650.--
./. Eigene Mittel Fr. 50'000.--
./. Eigenleistungen in Form von Arbeit Fr. 250'000.--
Noch zu finanzierender Restbetrag Fr. 358'350.--

 

Die Landschaft im Gebiet der Alp Arami soll in den nächsten Jahren wiederhergestellt und mit Kühen und Ziegen bestossen werden. Damit die traditionelle regionale Alpwirtschaft wiederaufgenommen werden kann und eine Zukunft hat, müssen vorab die Weideflächen sowie der Stall und die Unterkunft saniert werden.

 

Trotz Mithilfe von vielen Seiten verbleiben der Fondazione Alpe Arami ungedeckte, hohe Restkosten. Eine Unterstützung dieses Vorhabens möchten wir Ihnen daher sehr empfehlen.

 

Für dieses Projekt konnten wir bisher Spenden von Fr. 271'210.-- vermitteln.