Umbau Schulhaus in Schwende

Das Projekt

Im Schulhaus Schwende gehen zurzeit ca. 100 Kinder aus Weissbad, Schwende, Wasserauen und den umliegenden Gebieten in den Kindergarten und in die Primarschule. Die Oberstufenschule befindet sich im Kantonshauptort Appenzell.

 

In den kommenden Jahren werden stark steigende Schülerzahlen erwartet. Der Anstieg wird mit dem positiven Generationenwechsel in diversen Landwirtschaftsbetrieben begründet. Zudem gibt es grössere Kinderzahlen auch in Familien ausserhalb des Bauernstandes. Vermehrt werden auch neue Eigenheime ausserhalb des Kantonshauptortes bezogen, weil der Landpreis im Hauptort Appenzell zu teuer ist. Auch ziehen Familien von ausserhalb des Kantons Appenzell Innerhoden zu.

 

Diese einerseits positive Entwicklung stellt die Schulbehörde vor grosse infrastrukturelle und personelle Herausforderungen. So mussten im Mehrzweckgebäude (Baujahr 1983), wo sich auch der Kindergarten und die zentrale Heizungsanlage befindet, aufgrund des Zustandes in den letzten drei Jahren Investitionen von ca. 1 Mio. Franken getätigt werden. Die Heizanlage und Wärmeverteilung wurde erneuert. Ebenfalls wurde die Lüftungsanlage für Garderoben und Turnhalle erneuert. Auch wurde der 30-jährige Kindergarten im Mehrzweckgebäude renoviert und neu eingerichtet. Zusätzlich wurde ein zweiter Kindergartenraum in einem Nebenraum des Mehrzweckgebäudes eingebaut und eingerichtet.

 

Im über 100-jährigen Schulhaus, welches in Holzkonstruktion erstellt ist, besteht glücklicherweise noch Potenzial hinsichtlich weiterer Räumlichkeiten und optimaler Nutzung. Bevorstehende schulische Bedürfnisse können im nahezu unverändert in Erscheinung tretenden Baukörper abgedeckt werden.

 

Folgende Umnutzungen bzw. Erweiterungen des bestehenden Schulhauses sind nun vorgesehen:

 

Das heutige Musik- bzw. Reservezimmer im Erdgeschoss wird als vollwertiges Klassenzimmer eingerichtet. Die Bühne im Mehrzweckgebäude wird provisorisch als Musikraum eingerichtet und genutzt. Dazu wurde die Bühne im Frühjahr 2016 bereits sanft renoviert und besser isoliert. Die Zimmer der alten Lehrerwohnung im 2. OG, welche heute behelfsmässig als Schulnebenräume genutzt werden, werden zu einem weiteren vollwertigen Klassenzimmer ausgebaut. Das gesamte Dachgeschoss (Estrich) wird zu Schulnebenräumen ausgebaut.

 

Das Treppenhaus wird zu einem konsequent abgetrennten Brandabschnitt umgebaut. Des Weiteren werden Vorbereitungen für den Einbau eines allfälligen erforderlichen Treppenlifts gemacht. Alle technischen Anlagen wie Stromverteilung, Heizungsverteilung, Warmwasseraufbereitung, Server usw. müssen ins Untergeschoss dieses Brandabschnittes verlegt werden. Die Brandmeldeanlage wird mit Vollschutz gemäss den gesetzlichen Vorgaben erstellt. Auch die Wärmedämmung entspricht den heutigen Standards.

 

Durch den Umbau möchte man den Erhalt des Schulhauses längerfristig sichern, auch kann dadurch die Schule hinsichtlich steigender Schülerzahlen besser optimiert werden. Die technischen Installationen müssen erneuert werden, was u.a. die Sicherheit der Kinder und der Lehrpersonen erhöhen wird. Zudem wird die Energieeffizienz verbessert, und die Attraktivität der Arbeitsplätze kann erhalten werden. Der Baukörper wird in Form, Grösse und Erscheinung beibehalten.

 

Man will langfristig eine starke und unabhängige Schulgemeinde bleiben. Dazu braucht es eine intakte und zeitgemässe Infrastruktur. Schwankungen der Schülerzahlen sollen im bestehenden Schulhaus aufgefangen werden können.

 

Die Ausführung des Projektes wurde am 11. März 2016 beschlossen, und die Baubewilligung erfolgte am 14. April 2016.

 

Das Projekt wird in zwei Etappen ausgeführt. Am 23. Mai 2016 wurde mit den Bauarbeiten der 1. Etappe begonnen. Diese konnten im Spätherbst 2016 abgeschlossen werden. Die Arbeiten der 2. Etappe sind weit fortgeschritten. Die Klassenzimmer konnten rechtzeitig auf den Start des neuen Schuljahres 2017/18 bezogen werden. Bis Ende Oktober 2017 sollten alle Arbeiten abgeschlossen werden können.

 

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für beide Etappen sehen wie folgt aus:
Kosten für 1. Etappe (Arbeiten 2016) Fr. 1'069'453.--
Ausbau 2. Obergeschoss und Dachgeschoss Fr. 942'000.--
Gebühren Fr. 17'500.--
Einrichtungen 2. Obergeschoss Fr. 151'908.--
Abbruch und Entsorgung bestehender Gebäudeteile Fr. 25'000.--
Unvorhergesehenes und Reserven Fr. 20'000.--
Kosten für 2. Etappe (Arbeiten 2017) Fr. 1'156'408.--
Gesamtkosten Fr. 2'225'861.--
Die Finanzierung sieht folgendermassen aus:
Gesamtkosten Fr. 2'225'861.--
./. Kantonssubventionen Fr. 413'452.--
./. Beitrag Gebäudeprogramm Fr. 19'320.--
./. eigene verfügbare Mittel Fr. 180'000.--
./. Eigenleistungen Fr. 10'000.--
Restkosten Fr. 1'603'089.--

Kinder verbringen viel Zeit in der Schule. Ihre Lebensqualität und ihr Verhalten werden somit stark von den Beziehungen zu den Mitschülerinnen und Mitschülern sowie zu den Lehrpersonen beeinflusst. Die Schule spielt also eine wichtige Rolle für die soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Dafür müssen aber auch die Rahmenbedingungen stimmen.

 

Aus den erwähnten Gründen können wir Ihnen ein Unterstützung dieses Projekt wärmstens empfehlen.

 

Bis heute konnten wir für dieses Projekt Spenden von Fr. 110'050.-- vermitteln.