Umbau und Renovation des Schulhauses, Anteil Schule

Das Projekt

Mitten im Dorf steht neben der markanten Bogenbrücke aus dem 16. Jahrhundert das viergeschossige "Schulhaus", von dem die unteren beiden Geschosse bereits im 17. Jahrhundert errichtet wurden. Im Parterre befindet sich ein Restaurant. Im 1. und 2. Stock liegen einfache Zimmer, in denen für Fr. 45.-- übernachtet werden kann. Die Stockwerke sind niedrig und die elektrischen Installationen völlig veraltet. Isolationen fehlen gänzlich. Die beiden Schulzimmer sind ebenfalls äusserst bescheiden. Der Zugang erfolgt über eine dunkle, schmale, mittelalterliche Treppe im hinten angebauten Hexenturm. Die sanitären Anlagen sind dringend sanierungsbedürftig.

 

Das Parterre sowie der 1. und 2. Stock gehörten bis anhin der Burgergemeinde, der 3. Stock ist bereits Eigentum der politischen Gemeinde. Für den Betrag von Fr. 458'151.30 wird nun das ganze Haus in den Besitz der politischen Gemeinde übergehen.

 

Die Aufteilung sieht folgendermassen aus:

 

Erdgeschoss: Infopoint Landschaftspark Binntal und Restaurant
1. Obergeschoss: Büro Landschaftspark Binntal und Gemeindeverwaltung
2. Obergeschoss: 1/3 Sitzung und 2/3 Anteil Schule
3. Obergeschoss: Schule
Dachgeschoss: Technik

 

Das gesamte Gebäude wird durch einen Lift im Gebäudeinneren rollstuhlgängig gemacht. Die Erdbebentauglichkeit wird geprüft, und das ganze Gebäude auf die heutigen energetischen Anforderungen, basierend auf dem Minergiestandard, angepasst.

 

Für die Buben und Mädchen wird es künftig separate WCs geben, was bis heute nicht der Fall war.

 

Man hätte gerne das Gebäude mit dem Ausbau des Dachgeschosses aufgestockt und damit weitere Arbeitsräume geschaffen. An der Urversammlung vom 29. November 2013 wurde die Ausführung beschlossen. Von der kantonalen Baukommission wurde die Aufstockung jedoch nicht bewilligt. Das Gebäude muss aber dennoch saniert werden.

 

An der Urversammlung vom 3. Oktober 2016 wurde ein überarbeitetes Projekt vorgestellt und der entsprechende Ausbau ohne Aufstockung beschlossen.

 

Im Februar 2017 wurde mit den Arbeiten begonnen, und voraussichtlich werden sie bis April 2018 andauern. In dieser Zeit wird die Schule in ein altes Postlokal ausgelagert.

Kosten und Finanzierung

Gemäss Kostenvoranschlag sehen die Kosten folgendermassen aus:
Vorarbeiten (Machbarkeitsstudie usw.) Fr. 62'842.--
Erwerb Gebäudeanteile von der Burgergemeinde Fr. 458'151.--
Vorbereitungskosten Fr. 54'000.--
Gebäudeumbau Fr. 2'296'500.--
Betriebseinrichtung Fr. 138'000.--
Umgebung Fr. 50'000.--
Baunebenkosten Fr. 244'500.--
Ausstattung Fr. 107'000.--
Gesamtkosten Fr. 3'410'993.--

Die Patenschaft kann sich nur am Schultrakt finanziell beteiligen:

 

Die Planungs- und Umbaukosten für den Anteil der Schule betragen Fr. 1'150'000.--.

 

Die Finanzierung sieht wie folgt aus:
Umbaukosten für den Schultrakt Fr. 1'150'000.--
./. Subvention Kanton Fr. 233'400.--
./. Anteil Subvention Kanton f. Beseitigung architektonischer Schranken Fr. 11'500.--
./. Beitrag Pro Montagna Stiftung Fr. 7'000.--
./. Beitrag Erika Brawand Jucker-Stiftung Fr. 2'000.--
Restkosten Schultrakt zu Lasten der Gemeinde Fr. 896'100.--

Die Bevölkerungszahlen sind in Binn seit Jahren rückläufig. Sollte die Schule geschlossen werden, ist mit einem weiteren Rückgang der Dorfbevölkerung zu rechnen. Junge Familien mit Kindern werden dann wohl nicht mehr ins Bergdorf ziehen. Im Jahre 1995 hat Binn für seine Attraktivität in Schweizer Zeitungen geworben, und drei Familien mit Kindern haben sich daraufhin im Dorf neu angesiedelt.

 

Die Gemeinde würde sehr an Attraktivität einbüssen, müsste die Schule geschlossen werden. Das Projekt ist deshalb eine wichtige und weitsichtige Investition in die Zukunft des Dorfes.

 

"Ohne Kinder verliert ein Dorf seine Seele" - so die Binner Bevölkerung.

 

Eine Unterstützung dieses Projektes können wir Ihnen deshalb sehr empfehlen.

 

Für dieses Projekt konnten wir bis heute Spenden in der Höhe von Fr. 414'538.75 vermitteln.