Sanierung Spiel- und Pausenplatz

Das Projekt

Die Primarschule Lötschental in Wiler ist der Standort des Kindergartens und der Primarschule der vier Talgemeinden Ferden, Kippel, Wiler und Blatten. Die Schülerzahlen sind konstant, gegenwärtig besuchen 80 Kinder aus dem Lötschental die Schule in Wiler. Das Schulhaus wurde in den Jahren 1971 bis 1972 erstellt und 2003 saniert. Durch die Zusammenlegung der vier Primarschulen des Lötschentals im Jahr 2008 wurden auch Erweiterungen nötig.

 

Der Pausen- und Spielplatz stammt noch aus dem Jahr 1995. Er wurde damals zusammen mit der Zivilschutzanlage neu erstellt. Der Pausenplatz befindet sich direkt vor der Turnhalle und kann auch für Aussenaktivitäten während des Schul- und Turnbetriebs genutzt werden. Der Spielplatz ist der einzige im Dorf und wird auch nach der Schule und am Wochenende von der Dorfbevölkerung und den Gästen rege benutzt. Er liegt auf dem westlichen Teil des Pausenplatzes.

 

Der Pausenplatz besteht aus einer Schicht Verbundpflastersteinen, die auf einer Fundationsschicht auf dem Dach der unterirdischen Zivilschutzanlage liegen. Die Pflästerung weist durch das Alter viele Einsenkungen, Risse und Schäden auf. Dadurch ist auch der Wasserabfluss nicht mehr überall gewährleistet, und es bilden sich vermehrt Pfützen und nasse Stellen. Die Fallschutzmatten auf dem Spielplatz weisen durch das Alter starke Abnützungserscheinungen auf. Die Rutschbahn musste aus Sicherheitsgründen abgebaut werden.

 

Das Projekt sieht vor, die Pflästerung des Pausenplatzes zu sanieren und zu erhalten. Auf dem Spielplatz sollen die alten Geräte ersetzt und die Oberfläche mit den Fallschutzmatten den Sicherheitsanforderungen angepasst werden. Der bestehende Kletterbaum wird beibehalten. Neu werden den Kindern zusätzlich ein Balancetrainer, eine Schaukel und ein Spielturm zur Verfügung stehen.

 

Die Urversammlung hat dem Antrag des Gemeinderates am 14. Dezember 2017, den Spiel- und Pausenplatz zu sanieren, zugestimmt.

 

Die Arbeiten wurden am 15. Juli 2018 aufgenommen und sollen voraussichtlich Ende 2018 abgeschlossen werden.

Kosten und Finanzierung

Die Kosten sehen wie folgt aus:
Fallschutzmatten und Geräte für Spielplatz Fr. 59'739.90
Baumeisterarbeiten auf Spielplatz Fr. 34'989.30
Baumeisterarbeiten und Pflästerung auf Zivilschutzanlage Fr. 50'866.80
Total der Kosten Fr. 145'596.--

Für solche Projekte werden keine Subventionsbeiträge gewährt, die Gemeinde Wiler hat deshalb die gesamten Kosten selber zu tragen.

 

Sie hat bereits Eigenleistungen im Wert von rund Fr. 5'000.-- erbracht, die nicht in den obigen Kosten enthalten sind. Verschiedene Vorbereitungsarbeiten mussten erbracht und vor allem die alten Spielgeräte demontiert werden.

 

Spielen ist entscheidend für die Entwicklung von Kindern. Spielplätze tragen zur Entfaltung bei und fördern Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Sie sind damit eine wichtige Ergänzung zum Spielen daheim und zu anderen Freizeitangeboten.

 

Eine Analyse von 3'350 Unfällen auf Kinderspielplätzen zeigt, dass Kinder bis zu 5 Jahren besonders gefährdet sind. Der Sturz ist dabei die häufigste Unfallart. Die meisten Unfälle stehen im Zusammenhang mit Spielplatzobjekten, z. B. mit Geräten wie Rutschbahnen, Brettschaukeln, Klettertürmen und Wippschaukeln, oder mit dem Bodenbelag.

 

Kinder bis zu 4 Jahren besitzen kein Bewusstsein für Gefahren. Sie können die Folgen ihres Tuns nicht voraussehen. Erst im Alter von ca. 10 Jahren verhalten sie sich präventiv. Aber selbst dann gilt ihre Aufmerksamkeit mehr dem Spielen als möglichen Gefahren. Deshalb sollen diese auf Spielplätzen reduziert, aber nicht gänzlich eliminiert werden. Kinder sollen lernen, mit Gefahren umzugehen. Sie sind ein Bestandteil des Spielwertes.

 

Für Schadensfälle nach Unfällen auf Kinderspielplätzen wird unter anderem die Werkeigentümerhaftung angewendet: Der Eigentümer eines Gebäudes oder eines anderen Werkes hat den Schaden zu ersetzen, den diese infolge von fehlerhafter Anlage oder Herstellung oder von mangelhafter Unterhaltung verursachen. Sicherheit spielt eine grosse Rolle.

 

Wir können Ihnen eine Unterstützung dieses Projektes wärmstens ans Herz legen.

 

Bis anhin konnten wir für dieses Projekt Spenden in der Höhe von Fr. 2'228.50 vermitteln.