Neubau Reservoir Bocktritt 2

Das Projekt

Die Wasserversorgung Seedorf gewinnt das benötigte Trinkwasser aus den Quellen am Chuchibach und speichert es im Reservoir Bocktritt. Die Quellfassung ist saniert, die Verbindungsleitungen müssen teilweise in nächster Zukunft etappenweise saniert werden. Das bestehende Reservoir Bocktritt stammt aus dem Jahr 1955, ist in eine Felskaverne gebaut und weist ein Gesamtvolumen von 330 m3 aus.

 

Eine Zustandsanalyse hat bereits vor 10 Jahren ergeben, dass das Reservoir Bocktritt erhebliche Qualitätsmängel aufweist (Unterhalt erschwert, nicht QS-konform, Sabotage einfach, hygienisch, toxikologisch und materialtechnisch nicht unbedenklich, Konzeption fraglich). Bauliche Ersatzmassnahmen zur Mängelbehebung sind erforderlich. Zudem entspricht das vorhandene Volumen für Löschwasserreserve und Brauchwasser nicht mehr den heutigen Anforderungen. Im Generellen Wasserversorgungsprojekt GWP Seedorf 2010 wird die Sanierung resp. Erweiterung als Massnahme grösster Priorität bezeichnet.

 

Auf Grund von diversen Variantenstudien hat sich die Wasserkommission für den Neubau eines Reservoirs Bocktritt 2, mit Stilllegung des heutigen Reservoirs Bocktritt, entschieden. Das neue Reservoir kommt oberhalb der Gitschentalstrasse direkt südlich in gleicher Höhenlage neben dem bestehenden Reservoir zu stehen und wird in Ortsbeton erstellt.

 

Mit einem Volumen von 300 m3 Löschwasser und 600 sup>3 Brauchwasser (in zwei Kammern zu je 450 m3) kann der prognostizierte Bedarf bis über das Jahr 2050 hinaus abgedeckt werden. Im Eingangsbereich zum Reservoir wird ein zweigeschossiger Trockenbereich mit Rohrkeller und Serviceraum vorgebaut, sowie ein Arbeitsplatz für den Brunnenmeister eingerichtet und die neue Steuerungsanlage des Leitsystems der Wasserversorgung platziert. Die alte Steuerungsanlage im Keller des Gemeindehauses entfällt. Das ganze Reservoir wird dreiseitig mit Erdmaterial überdeckt. Die vorhandenen Erschliessungen durch Strasse, Strom und Telefon sowie die Überlaufleitung zum Palanggenbach können weiterhin mit geringfügigen Anpassungen genutzt werden.

 

Die Stimmbevölkerung von Seedorf hat dem Projekt an der Urnenabstimmung vom 30. November 2014 zugestimmt.

 

Die Bauarbeiten haben im März 2016 begonnen und können voraussichtlich im Juli 2017 abgeschlossen werden.

Kosten und Finanzierung

Gemäss Zusammenstellung sehen die Kosten wie folgt aus:
Baumeisterarbeiten, Erd- und Betonarbeiten, Anschlüsse, Überlauf, Transporte Fr. 520'000.--
Sanitärarbeiten, Leitungen, Armaturen Fr. 75'000.--
Elektroinstallationen, Netzanschluss, Messtechnik Fr. 48'000.--
Innenausbau Fr. 81'000.--
Landerwerb, Gebühren Fr. 25'000.--
Steuerung Fr. 176'000.--
Diverses und Unvorhergesehenes Fr. 104'000.--
Honorare Fr. 135'000.--
Mehrwertsteuer Fr. 93'000.--
Gesamtkosten Fr. 1'257'000.--
Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen:
Gesamtkosten Fr. 1'257'000.--
./. Subvention Kanton Uri* Fr. 115'000.--
./. Darlehen Wasserversorgung an Gemeinde** Fr. 285'558.--
Restkosten Fr. 856'442.--
* Die Zusicherung ist noch ausstehend.
** Die Gemeinde verwaltet die Mittel der Wasserversorgung, welche in der Jahresrechnung als Darlehen ausgewiesen werden.

 

Sauberes Wasser in genügender Menge ist in der heutigen Zeit ein absolutes Muss für jede Gemeinde. Es ist die Grundlage einer jeden Infrastruktur und für das Funktionieren eines Gemeinwesens zwingende Voraussetzung.

 

Dringende und notwendige Projekte wie diese Wasserversorgung müssen trotz der knappen finanziellen Mittel an die Hand genommen werden. Die Gemeinde ist deshalb auf die Solidarität und das Wohlwollen Dritter angewiesen.

 

Wir können Ihnen eine Unterstützung dieses Projektes wärmstens empfehlen.

 

Bisher durften wir für dieses Vorhaben Spenden von Fr. 110'620.-- in Empfang nehmen.