Innensanierung des Schulhauses Bodenmatt

Das Projekt

Die Schulanlage Bodenmatt wurde im Jahr 1964 als modernes und zeitgemässes Schulhaus gebaut. Anfänglich wurden die Räumlichkeiten vorwiegend von der Sekundarschule belegt. Die grossen Schülerzahlen machten in den 80er-Jahren jedoch den Bau eines Oberstufenschulhauses notwendig. Die Zimmer des Bodenmattschulhauses stehen seither hauptsächlich der Primarschule zur Verfügung. In den Jahren 1984/1985 wurde das Flachdach saniert.

 

Im Auftrag des Gemeinderats wurde im Jahr 2006 eine Bestandesaufnahme über die Gesamtanlage Schulhaus Bodenmatt inkl. Kostenermittlung erstellt. Zudem wurde die vorhandene Bausubstanz begutachtet.

 

Zwischen den Jahren 2006 und 2014 konnte der ganze Gebäudekomplex etappenweise einer umfassenden Aussensanierung mit Wärmedämmung unterzogen werden. Die Turn- und Spielhallen sowie die Umkleide- und Duschräume sind ebenfalls auf den neusten Stand gebracht worden.

 

Die Notwendigkeit der Innensanierung des 50-jährigen Schulhauses ist bekannt. Die WC-Anlagen sind grösstenteils noch im ursprünglichen Zustand. Die Bodenbeläge weisen teils Löcher auf. Die Wände zeigen deutliche Abnutzungserscheinungen. Die Lichtquellen und Heizkörper entsprechen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen.

 

Die Schulentwicklung macht auch vor der Gemeinde Entlebuch nicht halt. Es gilt, neue Vorgaben umzusetzen. Neue Unterrichtsformen verlangen zusätzliche Räumlichkeiten (Gruppenräume, Vorbereitungsräume usw.). Diese fehlen bis heute, und die Schülerinnen und Schüler arbeiten oft im wenig beleuchteten Gang.

 

Ab dem Schuljahr 2016/17 sind die Gemeinden verpflichtet, einen freiwilligen Zweijahreskindergarten anzubieten. Die Eingangsstufe (Kindergarten bis 2. Klasse) wird künftig im Schulhaus Bodenmatt geführt.

 

Mit der Innensanierung des Schulhauses Bodenmatt können zusätzliche Gruppenräume eingebaut werden. Die Logopädie erhält einen Raum im Eingangsbereich, nahe bei den Nutzern. Das Lehrerzimmer wird umgestaltet und erhält einen Aufenthaltsraum sowie die nötigen Arbeitsplätze. Die Schulleitung wird ins Bodenmatt umziehen. Die Kindergärten und die Aula erhalten dringend benötigten Stauraum.

 

Als wesentliche konzeptionelle Änderung im Schultrakt Bodenmatt gilt die Schaffung der von der neuen Unterrichtsform geforderten Gruppenräume. Durch die Umnutzung der heutigen Garderobennischen werden pro Geschoss zwei zusätzliche abgeschlossene Räume geschaffen. Erschlossen werden die Gruppenräume von den anschliessenden Klassenzimmern sowie von den jeweiligen Korridoren oder Eingangshallen. Die Garderoben werden erneuert und bei Bedarf ergänzt. Oblichter in den Trennwänden sorgen für die nötige Belichtung in den Hallen. Die Klassenzimmer werden einer grundsätzlichen Renovation unterzogen und können so gesamtheitlich auf Vordermann gebracht werden. Eine weitere Umstrukturierung im Raumkonzept stellt die Umnutzung des Nordwest-Klassenzimmers im 1. Obergeschoss dar. Dieses wird als Schulleitungbüro umgebaut und besteht aus zwei abgeschlossenen Einzelbüros sowie einem offenen Sekretariats- bzw. Empfangsbereich. Das Lehrerzimmer wird offener gestaltet und mit den erforderlichen Arbeitsplätzen ausgestattet.

 

Im Aulatrakt ist die Vergrösserung des bestehenden Materialraumes zugunsten der Aula-Nutzer geplant. Diese Vergrösserung wird aus der Nische im Eingangsbereich gebildet. Ausgestattet wird dieser Materialraum mit Schrankfronten in diversen Grössen und schliessbaren Stauflächen. Die Garderoben werden dementsprechend angepasst beziehungsweise ergänzt.

 

Im Kindergarten 2 wird der heutige Materialraum mit neuen, schliessbaren Schränken ausgestattet. Zusätzlich dient dieser Raum für Besprechungen, den IF-Unterricht (integrative Förderung) oder den Deutsch-Unterricht. Im Kindergarten 1 wird nebst der Sanierung der Nasszelle primär an diversen Orten mehr abschliessbarer Stauraum geschaffen.

 

In allen involvierten Gebäudetrakten werden sämtliche Sanitärräume einer Totalsanierung unterzogen. Diese umfasst die Erneuerung der Apparate und die Renovation der Boden- und Wandbeläge sowie der Deckenflächen. Im ganzen Gebäude werden sämtliche Radiatoren durch neue Heizwände ersetzt. Weiter werden alle Boden-, Wand- und Deckenbeläge aufgefrischt und/oder bei Bedarf komplett erneuert. Die Belichtung aller Räume und Korridore wird an die heutigen Bedürfnisse und Anforderungen angepasst.

 

Die Bevölkerung von Entlebuch stimmte dem Projekt an der Urnenabstimmung vom 8. März 2015 zu.

 

Die Bauarbeiten wurden im Sommer 2015 begonnen und die Hauptarbeiten konnten bis im Sommer 2016 abgeschlossen werden. Bis Ende Dezember 2016 werden auch die letzten Arbeiten, die akustischen Massnahmen in den Kindergarten-/Schulzimmern, abgeschlossen werden können.

 

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für dieses Vorhaben sehen wie folgt aus:
Vorbereitungsarbeiten Fr. 36'000.--
Fensterbau Fr. 4'000.--
Elektroinstallationen Fr. 248'500.--
Heizungsinstallationen Fr. 62'500.--
Sanitärinstallationen Fr. 98'500.--
Kücheneinrichtung Fr. 6'000.--
Gipserarbeiten Fr. 91'000.--
Metallbauarbeiten Fr. 4'500.--
Schreinerarbeiten Fr. 301'000.--
Schliessanlage Fr. 7'500.--
Sichtschutz/Verdunkelungsanlagen Fr. 5'500.--
Raumteiler Fr. 30'000.--
Bodenbeläge Fr. 99'000.--
Wandbeläge Fr. 32'000.--
Deckenverkleidungen Fr. 25'000.--
Malerarbeiten Fr. 75'000.--
Baureinigung Fr. 5'000.--
Elektro- und EDV-Installationen Fr. 41'000.--
Bewegliche Einrichtungen, Garderobe etc. Fr. 47'500.--
Feste Einrichtungen, Wandtafeln, Steckwände Fr. 25'500.--
Baunebenkosten Fr. 33'000.--
Reserve, Unvorhergesehenes Fr. 62'500.--
Mobiliar Fr. 89'000.--
Honorare Fr. 150'500.--
Rundung Fr. 20'000.--
Gesamtkosten Fr. 1'600'000.--

Der Kanton leistet keine Beiträge an diese Schulanlage, da die Gemeinde Entlebuch aus dem Finanzausgleich 2015 total Fr. 4'735'920.-- erhalten hat, davon zweckgebunden Fr. 234'484.-- für höhere Bildungslasten.

 

Die Innensanierung des über 50-jährigen Bodenmattschulhauses ist der Abschluss einer umfassenden Renovation dieses Schulgebäudes. Nachdem die Gemeinde langsam aber stetig wächst, und die Schülerzahl in diesem Rahmen auch zunehmen wird, ist das Projekt nachhaltig.

 

Der Schulunterricht hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Es gibt weniger Frontalunterricht, vermehrt kooperative Lernformen, mehr Gruppenarbeiten, Teamarbeit, mehr individuelle Lernumgebungen, mehr Bewegung.

 

Es ist sicherlich erfreulich, dass die Kinderzahlen in Entlebuch stabil sind, denn ein Dorf ohne Kinder ist wie eine Wiese ohne Blumen. Damit auch die Kinder in Entlebuch eine gute schulische Ausbildung geniessen können, ist diese Innensanierung unumgänglich geworden. Die zu finanzierenden Restkosten sind jedoch für die Gemeinde Entlebuch schwer zu verkraften, insbesondere angesichts der Tatsache, dass in den nächsten Jahren weitere dringende andere Projekte anstehen.

 

Wir können Ihnen eine Hilfeleistung an dieses Projekt wärmstens empfehlen. Der Dank der Kinder von Entlebuch sowie der Behörden ist Ihnen gewiss.

 

Für dieses Projekt durften wir bisher Spenden von Fr. 151'888.-- entgegennehmen.