Sanierung Strassennetz

Das Projekt

Die Strassen der Genossenschaft führen zum Teil durch Rutschgebiete und umfahren tiefe Schluchten. Dadurch werden bauliche Massnahmen und der betriebliche Unterhalt inkl. Winterdienst sehr aufwendig und teuer. Die Sicherheit der Strassen und deren Benützung müssen jederzeit gewährleistet werden können. Das Projekt wird durch die Kantonale Dienststelle Landwirtschaft und Wald (Lawa) begleitet. Die laufende Etappe umfasst folgende fünf Teilbereiche:

 

Bundesprojekt Grossegg-Chienis-Alpetli

Die sanierungsbedürftigen Strassenteilstücke von 4.5 km weisen Spurrinnen, Belagsrisse und Ausmagerungen des Deckbelags auf. Unebenheiten in der Belagsoberfläche und örtliche Sackungen behindern den Oberflächenwasser-Abfluss. Teilweise ist die Entwässerung mangelhaft oder gar nicht mehr funktionstüchtig. Zudem hatten starke Regenfälle Böschungsabrutsche zur Folge. Die Belagssanierung geschieht mittels Abranden der Strassenränder, Verbreiterung der Strasse von 2.60 m auf 3 m (Zufahrt Alpetli) sowie Ergänzung des Belags und der Fundation bei Rissen und Unebenheiten. Zusätzlich werden Sickerkies, Leitungen und Schächte eingebracht. Auf der ganzen Länge werden eine neue Deckschickt sowie neue Bankette mit Kiesmaterial erstellt.

 

Periodische Wiederinstandstellung (PWI) Schälenboden-Lusegg

Die Naturstrassen dieses Projektteils werden mit einer neuen Verschleissschicht aufgeschottert und für die Wasserführung mit der nötigen Neigung versehen. Andere Strassenstücke, die Verformungen und Risse aufweisen, werden mit einem neuen Deckbelag versehen.

 

Unwetterschäden vom Juli 2014 Schafegg

Das Unwetter vom Juli 2014 verursachte zwei Strassenböschungsrutsche. Ein Böschungsrutsch im Gebiet Schafegg musste im Rahmen von Sofortmassnahmen gesichert und die Sanierung sofort in Angriff genommen werden. Diese Arbeiten sind bereits abgeschlossen. Die zweite Rutschung ist kleiner und wurde erst im Frühling/Sommer 2015 saniert, zusammen mit der Aufschotterung der Naturstrassen.

 

Gebirgshilfefonds-Projekt (GHF)

Die vier Strassenböschungsrutsche, die in diesem Projektteil verbaut werden müssen, erfüllen die Anforderungen an ein Bundesprojekt nicht, weshalb hier die Subventionen entfallen. Die baulichen Massnahmen umfassen den Einbau neuer Sickerleitungen sowie die Aufschotterung einer Kiesstrasse auf einer Länge von 750 m.

 

Aufgeschobene Sanierungsarbeiten (GHF-Projekt 2015)

Die Verschleissschichten von zwei Naturstrassen dritter Klasse müssen auf ca. 1'500 m Länge aufgeschottert werden. Ein Strassenabschnitt wird auf 80 m Länge mit Betonstreifen und einer neuen Entwässerung saniert.

 

Die Genossenschaftsversammlung vom 20. März 2014 hat dem Projekt zugestimmt.

 

Die Behebung der Unwetterschäden wurde im Juli 2014 begonnen. Die Bauarbeiten am Bundesprojekt konnten grösstenteils im Sommer und Herbst 2015 ausgeführt werden. Es müssen noch einige Abschlussarbeiten im Jahre 2016 ausgeführt werden. Auch das PWI- und das GHF-Projekt konnten im Jahr 2015 abgeschlossen werden. Die aufgeschobenen Sanierungsarbeiten des GHF-Projekts 2015 werden voraussichtlich im Jahr 2016 oder 2017 ausgeführt werden können.

 

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für das Projekt sehen laut Kostenschätzung wie folgt aus:
Bundesprojekt Grossegg-Chienis-Alpetli Fr. 850'000.--
Periodische Wiederinstandstellung (PWI) Schälenboden-Lusegg Fr. 210'000.--
Unwetterschäden vom Juli 2014 Schafegg Fr. 21'946.--
Gebirgshilfefonds-Projekt (GHF) Fr. 85'000.--
Aufgeschobene Sanierungsarbeiten (GHF-Projekt 2015) Fr. 85'000.--
Total Kosten Fr. 1'251'946.--
Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen:
Total Kosten Fr. 1'251'946.--
./. Subventionen Bund Fr. 304'000.--
./. Subventionen Kanton Fr. 450'981.--
./. Beitrag Gemeinde Fr. 241'694.--
./. Beitrag Elementarschadenfonds Fr. 8'400.--
Noch zu finanzierender Restbetrag Fr. 246'871.--

Die Gemeinde Romoos leistet an Sanierungsprojekte der Strassengenossenschaft Kleiner Susten seit Jahren einen freiwilligen Beitrag in Höhe von 10 % der Kosten. Ausnahmen sind die von der Lawa kontrollierten Projekte. Hier legt diese Dienststelle den Kostenteiler fest.

 

Zur Finanzierung dieses Projektes hat die Strassengenossenschaft bei der Landwirtschaftlichen Kreditkasse Luzern einen zinsfreien Baukredit über den Betrag von Fr. 490'000.-- aufgenommen. Die jährlichen Raten betragen Fr. 35'000.--, erstmals fällig am 1. November 2014, befristet bis 1. September 2016. Danach kann der Baukredit in ein zinsfreies Investitionsdarlehen umgewandelt werden.

 

Zusammen mit laufenden und geplanten Bauprojekten sowie den vorhandenen Schulden übersteigen die Restkosten die finanziellen Möglichkeiten der Genossenschaft bei weitem. Sie ist zur Bezahlung der Kosten auf Beiträge Dritter angewiesen. Diese Ausgangslage wird sich künftig kaum entschärfen, da die Bewirtschaftung und Instandhaltung des weitverzweigten Strassennetzes für die Verantwortlichen immer wieder eine grosse finanzielle Herausforderung darstellten.

 

Wir können Ihnen eine Unterstützung daher sehr empfehlen.

 

Für dieses Projekt konnten wir bis anhin Spenden in der Höhe von Fr. 2'350.-- vermitteln.