Sanierung der alten Suon, 2. Etappe

Das Projekt

Die alte Suon fasst ihr Wasser aus dem Milibach auf 1'700 m.ü.M. und ist noch voll in Betrieb. Nach einem Schiedsgerichtsurteil aus dem Jahre 1952 darf Eischoll 4/13 und Unterbäch 9/13 des Milibaches ableiten. Die alte Suon weist eine Gesamtlänge von 4 km auf. Früher wurden acht Mühlen und Kleinsägewerke betrieben, heute nur noch eine einzige. Die Wasserleite, an der ein attraktiver, gut unterhaltener Wanderweg entlangführt, stammt aus dem Mittelalter.

 

Bei der Hauptwässerwasserleitung - der alten Suon - wurde in gewissen Abschnitten zeitweise ein beträchtlicher Wasserverlust festgestellt. Der ganze Hang oberhalb des Dorfes ist sehr feucht. Wenn die alte Suon nicht in Betrieb ist, geht die Feuchtigkeit in den Hängen unterhalb der Wasserleite etwas zurück. Das relativ steile Gefälle verursacht ein ständiges Auswaschen der Wasserrine und das Feinstoffmaterial - Silt und Ton - kann sich somit nicht als Abdichtungsmaterial absetzen und die Leckstellen abdichten. Die jetzige Situation ist für das Dorf gefährlich, gravierende Vernässungen können zu Hangrutschungen führen.

 

Eine erste Etappe über 700 Meter wurde bereits im Jahr 2011 saniert. Nun wird die zweite Etappe oberhalb des Dorfes Eischoll auf einer Länge von 640 Metern instand gestellt.

 

Die Sanierung der Wasserleite betrifft insbesondere die Abdichtung und die Wiederherstellung des Querprofils. Es wird eine Dichtungsmatte nach Abtiefung des Profils eingebaut. Grösseres Steinmaterial stützt dann die Ufer und sichert die neue Sohle, ohne dass Beton eingebaut werden muss.

 

Auf einer Länge von etwa zehn Metern wird ausserdem ein Handlauf für eine Kneippzone montiert.

 

Der Kredit wurde an der Gemeindeversammlung vom 16. Dezember 2015 genehmigt.

 

Am 13. September 2017 wurden die Sanierungsarbeiten aufgenommen, und sie sollen - wenn die Wetterverhältnisse dies zulassen - noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Kosten und Finanzierung

Gemäss Kostenvoranschlag sehen die Kosten wie folgt aus:
Bauarbeiten Fr. 229'235.--
Projekt- und Bauleitung Fr. 22'924.--
Unvorhergesehenes Fr. 22'841.--
Gesamtkosten Fr. 275'000.--
Die Finanzierung sieht folgendermassen aus:
Gesamtkosten Fr. 275'000.--
./. Subvention Bund Fr. 57'000.--
./. Subvention Kanton Fr. 65'000.--
./. Beitrag Verein "Alte Suon Eischoll" Fr. 59'700.--
Restkosten Fr. 93'300.--

Der Bau und die Instandstellung von Wässerwasserleitungen mit landwirtschaftlicher Funktion gehört im Wallis zu den klassischen Bodenverbesserungsmassnahmen. Der Weiterbetrieb der „Alti Süe“ leistet einen langfristigen Beitrag zum Erhalt der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung und damit zum Erhalt der Kulturlandschaft in Eischoll.

 

Suonen sind historische Bewässerungskanäle, die es unbedingt zu erhalten gilt. In offenen Gräben und Känneln wird das Wasser von den Gebirgsbächen - zum Teil auf abenteuerliche Art - auf die trockenen Weiden und Äcker gebracht. Sie sind ein eindrücklicher und spannender Teil althergebrachter Oberwalliser Geschichte, die noch viele Jahre weiterleben sollte.

 

Eine Hilfeleistung an dieses Projekt können wir Ihnen deshalb sehr empfehlen.